Weserburg Museum für moderne Kunst
Die Weserburg Museum für moderne Kunst ist Bremens Haus für internationale Kunst der Gegenwart. Wechselnde Einzel- und thematische Gruppenausstellungen sowie eine langfristig angelegte Sammlungspräsentation ermöglichen lebendige Auseinandersetzungen mit dem Kunstschaffen von den 1960er Jahren bis heute. 1989 legte die Freie Hansestadt Bremen den Grundstein für die Stiftung Neues Museum Weserburg, die als Europas erstes Sammlermuseum 1991 ihre Räume eröffnete. Seit 2007 firmiert das Haus unter dem Namen Weserburg Museum für moderne Kunst. Enge Partnerschaften mit Privat- und Unternehmenssammlungen bilden die Grundlage, um in unterschiedlichen Formaten und in Ergänzung der eigenen Sammlungsbestände einen spannungsreichen Umgang mit Kunst der Gegenwart umzusetzen.
Ausstellungen
So wie wir sind
Die Sammlungsausstellung So wie wir sind präsentiert sich in verändertem Licht: Neue Werke, neue Samm-lungen, neue Themenareale. Daneben Bekanntes mit modifizierten Schwerpunkten, Bewährtes als Mo-ment des Wiedererkennens, Mitmachstationen für die Besucher*innen und eine Verstärkung von Positio-nen aus den 1960er bis 1980er Jahren als historisches Rückgrat. Die leitende Frage: Wer sind wir und wer könnten wir sein?
Mit Werken von mehr als 100 Künstler*innen und -gruppen aus unterschiedlichen Zeiten und Orten dieser Welt eröffnet So wie wir sind auf 2.500 m² vielgestaltige Perspektiven auf die Kunst der Gegenwart. Re-nommierte Namen werden dabei von jungen, noch zu entdeckenden Positionen herausgefordert und Sichtweisen der klassischen Kunstgeschichte gegen den Strich gebürstet. So entstehen überraschende, spannende, humorvolle, poetische und radikale Möglichkeiten, sich den Fragen unserer Zeit über die Kunst zu nähern.
Kuratiert von Ingo Clauß und Janneke de Vries.
Anys Reimann. Mirrorball
Mit Mirrorball präsentiert die Weserburg Museum für moderne Kunst die erste museale Einzelausstellung von Anys Reimann (*1965, Düsseldorf). Die Künstlerin erforscht in ihren Werken das Spannungsfeld von Identität und Körper, von kultureller Zugehörigkeit und Repräsentation. Bekannt ist sie vor allem für Bild-nisse Schwarzer Frauen: selbstbewusst, vielschichtig und herausfordernd zugleich. Westlich-kolonial ge-prägten Perspektiven setzt Reimann eigensinnige Bildwelten entgegen. Ihre Werke feiern das Hybride und Vieldeutige. Dabei verbindet sie klug Fragmente aus Kunstgeschichte, Film, Musik, Mode und Literatur zu einer vibrierenden, zeitgenössischen Mythologie. Ikonen und Außenseiterinnen, queere Bildsprachen und eine widerständige Schwarze Popkultur sind allgegenwärtig.
Die Ausstellung in Bremen gibt einen umfassenden Einblick in Reimanns jüngstes Schaffen: Großformatige Collage-Gemälde, rätselhafte Skulpturen aus Leder, Objekte mit Plateauschuhen oder Körperabformungen mit geballten Fäusten. Für Mirrorball entstehen mehrere neue Werke unter anderem ein schwarzer Garten im Museum als begehbare Installation mit ausnahmslos schwarzblühenden Pflanzen, ein sinnliches, beinahe unwirkliches Biotop, speziell für diesen Ort olfaktorisch angereichert.
Kuratiert von Ingo Clauß
Edition S Press
Ausstellung im Zentrum für Künstlerpublikationen
„Gedichte, die man hören muss“: Die Edition S Press war ein Verlag für experimentelle Literatur, Konkrete Poesie, Beat Poetry und Poetry Performance, der sich von 1970 bis 2005 der akustischen Kunst widmete. Mit der Herausgabe von Tonbändern, Audiokassetten, Videokassetten und Medienpaketen schuf er neue Wege bei der Veröffentlichung von Künstlerpublikationen.
Schwerpunkte bilden Werkkomplexe von Künstler*innen aus Europa, den Vereinigten Staaten und der Sow-jetunion. Die meisten entstanden in der Zeit des Kalten Krieges, als sich die Mächte konfrontativ gegen-überstanden und Krieg in der Luft lag. Wie unter einem Brennglas erzählt die Geschichte des Verlages eine Geschichte von Widerstand und subversiven Strategien in poetischen und radikalen akustischen Arbeiten. Die Ausstellung zeichnet sie in Werken von über 50 Künstler*innen nach, darunter John Cage, Allen Gins-berg, John Giorno, Eugen Gomringer, Raoul Hausmann, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Andrej Mo-nastyrskij, Wsewolod Nekrassow, Meret Oppenheim, Dmitrij A. Prigow, Lew Rubinstein, Patti Smith und Anne Waldman.
Kuratiert von Sabine Hänsgen
Better Together! Poul & Aase Gernes
Die Kunst von Poul Gernes (1925-1996) hat in Dänemark Kultstatus. Nahezu unbekannt ist jedoch die Tatsa-che, dass seine wichtigsten Arbeiten in Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau, der Malerin und Textilkünstle-rin Aase Seidler Gernes (1927-2018), entstanden sind. Better Together! nimmt eine Neuschreibung der Kunstgeschichte vor, indem die Ausstellung das Schaffen der Gernes erstmals als kollaborative Praxis vor-stellt und neben individuellen Werken ihre gemeinsamen Projekte und disziplinübergreifenden Kooperatio-nen umfasst.
Ihre kollektivistische Kunstauffassung stellt den Menschen in den Mittelpunkt und positioniert sich gegen die traditionelle Idee eines elitären Künstler*innengenies. Ihre Kunst soll möglichst viele Menschen anspre-chen und deren Umfeld positiv aufladen. Deshalb sind die meisten Werke geprägt von leuchtenden Farben und einfachen, geometrischen Formen. Mit ihren vielfältigen Gestaltungen des Alltags wollten sie eine Folie zu schaffen, vor der die Menschen sich entfalten und so Gesellschaft sinnvoll gestalten können. Ihre Herangehensweise ist damit zutiefst demokratisch, ohne im klassischen Sinne politisch zu agieren.
Die Ausstellung in der Weserburg umfasst auf über 800 m² eine Fülle an Wandarbeiten, Zeichnungen, Ge-mälden, Designobjekten, Filmen, dokumentarischem Material und lebensgroßen Rekonstruktionen von Raumgestaltungen. Sie entsteht als Kooperation mit Kunsten Museum of Modern Art Aalborg, Sorø Kunst-museum und der Universität Aarhus.
Kuratiert von Janneke de Vries
Sachgebiete
Tourismusregion
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- Wilhelm Wagenfeld Haus
- WUSEUM - Werder Bremen Museum
Teerhof 20
28199 Bremen
Tel. (04 21) 59 83 90
info@weserburg.de
www.weserburg.de
Di - So 11 - 18 Uhr
- Führungen für Gruppen
- Angebote für Kindergärten
- Angebote für Grundschulen
- Angebote für weiterführende Schulen
- Material für Lehrkräfte
- Raumvermietung
- Barrierefreier Zugang ins Gebäude
- Barrierefreie Ausstellungen
- Aufzüge vorhanden
- Barrierefreies / behindertengerechtes WC im Museum
- Sitzgelegenheiten
- Wickelraum
- Freier Eintritt bis 18 Jahre







