Städtisches Museum Braunschweig - Haus am Löwenwall
Das Städtische Museum Braunschweig wurde 1861 gegründet und besitzt bedeutende Kunstsammlungen bürgerlicher Kultur. Zu den Besonderheiten gehört die bedeutendste Sammlung von Musikinstrumenten in Niedersachsen aus dem Nachlass von Theodor Steinweg, die ethnographische Sammlung sowie einer der größten Münzsammlungen Norddeutschlands. Den Grundstock der Gemäldesammlung legte der 1832 gegründete Kunstverein. Das Museum wurde 1906 nach Plänen des Architekten Max Osterloh weitgehend fertiggestellt und beeindruckt durch einen imposanten Lichthof. Kinder erleben das Museum auf spannende Weise mit einem unterhaltsamen Programm. Im Altstadtrathaus zeigt das Museum die Geschichte der Stadt Braunschweig seit Ihrer Gründung.
Museumsgütesiegel 2022-2028
Ausstellungen
Mit eigener Stimme. 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland
Die Ausstellung im Städtischen Museum entstand und entsteht in enger Kooperation mit dem Zentralrat. Sie hebt das Wirken einzelner Präsidenten und Führungspersönlichkeiten des Zentralrats hervor. Gleichzeitig veranschaulicht sie das Spektrum lebendiger Kultur und gesellschaftlichen Engagements, das durch den Zentralrat unterstützt wird. Die Aktionsfelder des Zentralrats betreffen u.a. Sport (Kooperation mit dem jüdischen Sportverband Makkabi), Kampf gegen Antisemitismus, Pressewesen, Dialog zwischen den Religionen (Denkfabrik Schalom Aleikum) und die Akzeptanz diverser sexueller Identitäten (Unterstützung des Vereins Keshet Deutschland – Die jüdische LGBTQI*-Community in Deutschland). Der Zentralrat steht aber auch für den Musik- und Tanzwettbewerb „Jewrovision“, bei dem junge Jüdinnen und Juden mitreißende Beiträge performen. Die historischen Themen der Schau reichen von juristischen und organisatorischen Fragen der Gründungszeit („Wiedergutmachung“) über die Erinnerungskultur nach der Schoa und erinnerungspolitische Kontroversen der 1980er und 1990er Jahre, die mit R.W. Fassbinder und M. Walser verbunden waren, bis hin zu den Reaktionen auf antisemitische Inhalte der documenta fifteen. Umrissen wird in diesen Zusammenhängen, wie der Zentralrat in zentralen gesellschaftlichen Bereichen für die Formung und Verteidigung demokratischer Grundwerte eintrat, als Anwalt des Grundgesetzes handelte. Der historische Teil der Ausstellung wird von einer Sektion ergänzt, in der zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland verarbeiten.
Kabinettausstellung "Innovativ – nachhaltiges Produktdesign"
In einer Kabinettausstellung präsentiert das Museum innovative Tendenzen im aktuellen, nachhaltigen Produktdesign. Im Zentrum der Ausstellung stehen Teller, Schalen, Becher, Vasen und andere Porzellanprodukte des jungen, mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Designlabels MAOMI aus Mannheim. Die Stücke überzeugen durch eine reduzierte, kraftvolle Formensprache. Darüber hinaus legt die Entwerferin und Firmengründerin Uta Meeder großen Wert auf traditionelle Fertigungstechniken und faire Produktionsbedingungen.
Das Thema Upcycling wird am Beispiel der sogenannten Jägermeister-Becher erläutert, die der schwedische Glaskünstler Leif Hauge aus alten Flaschen des berühmten Likörs fertigt. Bei Elisabeth Krampes Kettenobjekten aus hunderten von gefalteten Papierblättern wird die Grenze zwischen freier Kunst und Gebrauchsobjekt ausgelotet.
Sachgebiete
Tourismusregion
Weitere Museen in Braunschweig
- Braunschweigisches Landesmuseum
- Burg Dankwarderode
- Heimatstube Bienrode
- Herzog Anton Ulrich-Museum
- Kloster St. Ägidien und Jüdisches Museum Braunschweig
- Landtechnikmuseum Braunschweig - Gut Steinhof
- Museum für Photographie Braunschweig
- Raabe-Haus:Literaturzentrum
- Sammlung historischer Fahrzeuge
- Schlossmuseum Braunschweig
- Staatliches Naturhistorisches Museum
- Städtisches Museum Braunschweig im Altstadtrathaus
- Zisterziensermuseum Riddagshausen
Steintorwall 14
38100 Braunschweig
Tel. (05 31) 470 45 21
staedtisches.museum@braunschweig.de
www.braunschweig.de/museum
Di - So 10 - 17 Uhr
- Multimediaguide / Audioguide






