Museum Industriekultur
Das MIK befindet sich seit 1994 auf dem Areal der ehemaligen Steinkohlenzeche Piesberg in Osnabrück. Es liegt mitten im Natur- und UNESCO-Geopark TERRA.vita, einer Landschaft, die Naturerlebnis und Industriekultur auf besondere Weise verbindet. Die interaktive Dauerausstellung im 1871 erbauten Haseschachtgebäude berichtet vom tiefgreifenden Wandel, den die Industrialisierung für Gesellschaft, Kultur und Natur bedeutete und erzählt die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Region.
Ein besonderes Highlight sind die mächtigen historischen Dampfmaschinen, die den Boden spürbar beben lassen. Die Fahrt mit dem gläsernen Fahrstuhl 30 Meter in die Tiefe in den begehbaren Hasestollen ist ein Erlebnis. Wenige Gehminuten entfernt bietet der Piesberg mit Wanderwegen und einem aktiven Steinbruch spektakuläre Einblicke in die Erdgeschichte.
Museumsgütesiegel 2022-2028
Ausstellungen
„Industriekultur andernorts“ mit Bildern der Fotografischen Gesellschaft Osnabrück aus der Zeche Nachtigall in Witten
Seit einigen Jahren zeigt die Fotografische Gesellschaft Osnabrück in loser Folge kleine Fotoausstellungen im Haseschachtgebäude des MIK. Dieser Reihe heißt “Industriekultur andernorts”, da sich die Fotografinnen und Fotografen für die Ausstellungen auf Exkursionen in ganz Deutschland begeben und andere Orte der Industriekultur fotografieren. Die Bilder bieten einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, zeigen Impressionen von Industriekulturlandschaften anderer Regionen und ermöglichen so interessante Vergleiche mit den Gegebenheiten vor der eigenen Haustür am Piesberg. Die Zeche Nachtigall gehört zum LWL-Museum für Industriekultur und liegt am Eingang des Muttentals in Witten. Hier nahm der Ruhrbergbau vor mehr als 300 Jahren seinen Anfang.
„Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“
Ob in der Stadt oder auf dem Land, allein oder gemeinsam – wir alle brauchen ein Zuhause. Wohnen ist ein Grundbedürfnis, doch Wohnraum wird immer knapper und ist für viele Menschen kaum noch bezahlbar. Gleichzeitig belastet das Bauen durch hohen Rohstoffverbrauch, große Abfallmengen und schlechte Emissionswerte die Umwelt. Wie können unter diesen Voraussetzungen zukunftsfähige Lebensräume entstehen, die den Bedürfnissen einer sich stetig wandelnden Gesellschaft gerecht werden? Wie kann klimaverträgliches Bauen gelingen, das zugleich sozial, nachhaltig und zukunftsorientiert ist? Die Sonderausstellung „Zukunft Bauen“ setzt Entwicklungen der Baugeschichte in Bezug zu aktuellen Praktiken und stellt visionäre Konzepte für das Bauen und Zusammenleben von morgen vor. Im Fokus stehen innovative, nachhaltige Ansätze und Modelle wie Urban Mining, zirkuläres Bauen, Bauen im Bestand und neue Wohnformen, die ökologische und soziale Aspekte vereinen. Eine große Mitmachbaustelle und kindgerechte Aktivstationen begeistern auch junge Besucherinnen und Besucher.
Mutige Stadt, mutige Entscheidungen – wie Groningen sich in eine Modellstadt verwandelte
Wanderausstellung in Kooperation mit dem Verein für Baukultur Osnabrück
Diese Wanderausstellung eröffnet im Haseschachtgebäude des MIK inspirierende Einblicke in die Baukultur der Niederlande. Sie ergründet, was es braucht, um lebenswerte Städte der Zukunft zu gestalten: Mut, langen Atem und Weitsicht, um gesellschaftliche Veränderungen vorauszudenken. Die Stadt Groningen im Norden der Niederlande hat beherzt schwierige Entscheidungen getroffen und eine europaweit bemerkenswerte räumliche Qualität erreicht. In Rankings zur Attraktivität schneidet die Stadt mit rund 240.000 Einwohner*innen sehr gut ab. Groningen ist nachhaltig, resilient, kompakt und lebendig. Die Ausstellung zeigt, welche Schritte Stadt und Bevölkerung gegangen sind. Konzipiert wurde sie vom Planungsbüro De Zwarte Hond, das maßgeblich an der Gestaltung Groningens mitgearbeitet hat.
Sachgebiete
Tourismusregion
Fürstenauer Weg 171
49090 Osnabrück
Tel. (05 41) 12 24 47
info@mik-osnabrueck.de
mik-osnabrueck.de
Di 10 - 14 Uhr, Mi - Fr 10 - 17 Uhr
Sa/So & Feiertags: 10 - 18 Uhr







