Horst-Janssen-Museum
Das Horst-Janssen-Museum ist ein Grafikmuseum von nationaler und internationaler Bedeutung. Im Zentrum steht der norddeutsche Zeichner und Grafiker, Plakatkünstler, Illustrator und Autor Horst Janssen (1929-1995). Das Museum bietet eine spannende Begegnung mit Werk und Persönlichkeit des eigenwilligen Künstlers und zeigt die schönsten Beispiele seiner Arbeiten. In zahlreichen Sonderausstellungen werden zeitgenössische Positionen der Zeichnung vorgestellt und ihre verschiedenen Spielarten gezeigt: animierte Zeichnungen, digitale Zeichnungen, Wandzeichnungen, paper cuts, Partituren und andere Grenzbereiche.
Ausstellungen
Christoph Niemann. Randnotizen
Er zeichnet regelmäßig Titelbilder für „The New Yorker“, hat 1,1 Millionen Follower auf Instagram und Netflix hat ihm eine eigene Episode der Serie „Abstract: The Art of Design“ gewidmet: Christoph Niemann. Der Illustrator und Grafiker ist ab November im Horst-Janssen-Museum Oldenburg zu Gast. Das Haus zeigt unter dem Titel „Christoph Niemann. Randnotizen“ eine große Werkschau des Berliner Künstlers.
„Christoph Niemanns Werk ist heiter, scharfsinnig und gewitzt, und immer schafft er es, uns mit seiner minimalistischen Zeichnung zu verblüffen“, sagt Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos. „2023 hat er bereits die Fassade unseres Hauses gestaltet. Mit seiner Kunst passt er ideal zu unserem Credo der Zeichenkunst bis heute, die wir in unserem Jubiläumsjahr besonders in den Fokus rücken wollen.“ Das Horst-Janssen-Museum wird am 13. November 25 Jahre alt und feiert dieses Jubiläum mit einer Gala am 15. November, auf der auch Christoph Niemann einen Vortrag halten wird.
Auf zwei Ebenen (700 qm) präsentiert das Haus Werkreihen des international tätigen Künstlers. Es sind so bekannte Serien wie die „Sunday Sketches“ dabei, in denen Niemann ausgehend vom Foto eines Alltagsgegenstandes mit Hilfe von Zeichnung eine motivisch verblüffende Verfremdung schafft. Auch die Photo Drawings gehören dazu. Hier werden Fotomotive, die der Künstler auf Reisen festgehalten hat, mit originellen Einfällen umgedeutet oder erweitert.
What Is the Truth and Where Did It Go? - Von Menschen und Maschinen
„What Is the Truth and Where Did It Go?“ – unter dieser Fragestellung zeigt das Horst-Janssen-Museum Oldenburg eine als Dialog angelegte Ausstellung, die ausgewählte Werke des Zeichners und Grafikers Horst Janssen mit neuen textilen Arbeiten der Künstlerin Andrea Ziegler in Beziehung setzt. Ausgangspunkt ist die Frage nach Wahrheit, Wahrnehmung und Vertrauen in einer medial und technologisch geprägten Welt. In freihandgefertigten Maschinenstickereien übersetzt Ziegler Motive, Strukturen und Denkfiguren aus Janssens Werk in eine zeitgenössische, handwerklich geprägte Bildsprache. Dabei greift sie aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen auf und lädt dazu ein, Bilder neu zu lesen.
Die Schwerpunkte der Ausstellung basieren auf zentralen Werkzyklen Janssens. Der Zyklus „Laokoon“ thematisiert die Ambivalenz von Bildwahrnehmung. In den vermeintlich natürlichen Baum- und Aststrukturen eröffnen sich unterschiedliche Assoziationen, von Körperfragmenten bis hin zu Katastrophenszenarien. Andrea Ziegler antwortet darauf mit gestickten Darstellungen von real stattgefundenen Katastrophen und Trümmerlandschaften, deren Bedeutungen sich oft erst über Titel und Kontext erschließen. Diese bewusste Unschärfe verweist auf eine Gegenwart, in der Ereignisse meist medial vermittelt, fragmentiert und aus der Distanz wahrgenommen werden.
Zentral in der Ausstellung ist der Zyklus „Nigromontanus“, der die Schulung eines auf Oberfläche und Tiefe gerichteten Blicks behandelt. Während Janssens präziser Zeichenstil hier paradoxerweise nicht zu Objektivität, sondern zu subjektiven Assoziationen führt, greifen Zieglers Arbeiten zeitgenössische Tech-Ideologien auf. Textfragmente aus aktuellen Verlautbarungen großer Technologieunternehmen treffen auf bewusst fehlerhafte, farbintensive doppelseitige textile Objekte, die die Ambivalenz von technologischer Entwicklung sichtbar machen sollen.
Als drittes sei der Zyklus „19.05.1990“ genannt, in der Janssen einen schweren Unfall verarbeitet, der bei ihm zu einer veränderten Bildsprache führte. Zieglers Arbeiten antworten darauf mit anatomischen und medizinischen Bilderwelten, die persönliche Krisen, Krankheiten und aktuelle Diskurse um Longevity und technologische Optimierung kritisch befragen.
Digital
Führung durch die Ausstellung
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Tourismusregion
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Tel. (04 41) 235 28 85
info@horst-janssen-museum.de
www.horst-janssen-museum.de
Di - So 10 - 18 Uhr
- Führungen für Gruppen
- Angebote für Kindergärten
- Angebote für Grundschulen
- Angebote für weiterführende Schulen
- Material für Lehrkräfte
- Kindergeburtstage
- Multimediaguide / Audioguide
- Barrierefreier Zugang ins Gebäude
- Barrierefreie Ausstellungen
- Aufzüge vorhanden
- Barrierefreies / behindertengerechtes WC im Museum
- Sitzgelegenheiten
- Wickelraum
- Freier Eintritt bis 17 Jahre





