Weiter zum Inhalt

Haus für Medienkunst

Mit seinem Schwerpunkt auf Medienkunst nimmt das Haus für Medienkunst eine herausragende Position in der aktuellen Museumslandschaft ein. Als Ort der Präsentation und Kommunikation setzt es sich mit den Medien in der zeitgenössischen Kunstpraxis sowie mit dem zunehmenden Einfluss der neuen Medien auf Kultur und Leben auseinander. In einem regelmäßig wechselnden Ausstellungsprogramm werden innovative und experimentelle Positionen der Gegenwartskunst gezeigt, vielfach in überregionalen und internationalen Kooperationen. Präsentationen, Künstlergespräche, Workshops und Vorträge fördern den öffentlichen Diskurs zur Medienkunst.

Wie Papiervögel fliegen und Legomännchen Purzelbäume schlagen lernen, erfahren neugierige, kleine und große Entdecker im Trickfilmworkshop. Es werden Kurzfilme in Stop-Motion-Technik produziert.

Info

Ausstellungen

10.06.2026 - 13.09.2026

Poems of Unrest

Kristin Baber <Das Haus für Medienkunst Oldenburg präsentiert mit Poems of Unrest eine internationale Gruppenausstellung, die aus der fünften Ausgabe der OFF-Biennale Budapest hervorgeht. Als größte unabhängige Kunstinstitution Ungarns hat sich die OFF-Biennale seit 2015 zum Ziel gesetzt, die Kunstszene des Landes zu stärken und zum öffentlichen Diskurs über soziale, politische und ökologische Themen beizutragen. Demokratie soll durch Kunst gefördert werden.
Die OFF 2025 befasste sich mit Fragen der Sicherheit. Rechte Ideologen und Politiker nutzen existenzielle Sorgen der Menschen aus, indem sie diese auf Panikmache und Militarisierung reduzieren und Minderheiten zu Sündenböcken erklären.

Poems of Unrest möchte einen alternativen Beitrag zur Sicherheitsdebatte leisten. Im Zentrum stehen neue Ansätze und Techniken kollektiver Produktivität und Imagination, die dazu beitragen können, uns in der Gegenwart besser zu orientieren.

Unser Schicksal als soziale Wesen ist untrennbar mit der Welt um uns herum verbunden. Doch wie können wir in Zeiten der Unsicherheit sinnvolle Beziehungen aufbauen und pflegen, ungehörte Stimmen verstärken und Widerstandsfähigkeit sowie Zusammenarbeit fördern?

Die Oldenburger Ausgabe der Poems of Unrest eröffnet tiefgründige und persönliche Perspektiven, die den Begriff der Sicherheit – innerhalb der Familie wie auch in der Gesellschaft als Ganzes – aus feministischer Sicht neu beleuchten. In ihren Projekten entfaltet sich Poesie in unterschiedlichsten Formen um Fragen von Fürsorge und Sicherheit.

Die Werke thematisieren Sicherheit, indem sie miteinander verknüpfte Themen beleuchten: patriarchale Unterdrückung, systemische Ungleichheit, den Verlust politischer Handlungsfähigkeit, Tribalismus, die Auswirkungen bewaffneter Konflikte, häusliche Gewalt, körperliche Selbstbestimmung und feministischen Widerstand. 
Gleichzeitig stützt sich die Ausstellung auf einen reichen Schatz an Wissen und zivilgesellschaftlichen Praktiken, um Verbindungen zu schaffen und Solidarität, Vergebung, Mitgefühl sowie sinnvolle Formen des Zusammenlebens zu fördern.

Während die ursprüngliche OFF Ausstellung Poems of Unrest noch unter Viktor Orbáns Regierung in Budapest stattfand, steht das Oldenburger Kapitel bereits für den vollzogenen politischen Wandel in Ungarn.

Mehr Informationen zu dieser Ausstellung

Sachgebiete

Kunstmuseen

Katharinenstraße 23
26121 Oldenburg
Tel. (04 41) 23 53 208
info@​hausmedienkunst.de
www.hausmedienkunst.de/

Di - Fr 14 - 18
Sa - So 11 - 18 Uhr

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich