Bomann-Museum Celle
Wie sahen im 19. Jahrhundert die Stallungen eines Bauernhauses aus und wie die Schlafkammer eines Celler Bürgers? Und was haben Heidebilder und Heimatliteratur mit der Industrialisierung zu tun? Im Bomann Museum, dass sich seit 2013 in ganz neuem Gewand zeigt, begeben Sie sich auf die Spuren der Residenzstadt und des östlichen Niedersachsen. Folgen Sie der neugestalteten Dauerausstellung auf sechs Rundgängen. Im eingebauten niederdeutschen Hallenhaus stellen Inszenierungen den bäuerlichen Alltag dar und veranschaulichen die Bedeutung der Landwirtschaft für die Kulturgeschichte der Region. Ganz anders sieht es in den Wohnräumen im Biedermeierstil aus, die die Celler Bürgerkultur repräsentieren. Das Obergeschoss ist der Entwicklung von Industrie und Handwerk gewidmet. Im Dachgeschoss stehen schließlich die Migration ins Celler Land und die damit verbundenen Erfahrungen von Heimatverlust und Fremde im Mittelpunkt.
Museumsgütesiegel 2024-2030
Ausstellungen
Und weg war's!
Vieles, was vor fünfzig Jahren jeder kannte, ist heute rätselhaft.
Technische Erfindungen, gesellschaftliche Veränderungen, sich wandelnde Rollenverständnisse und immer wieder neue modische Trends lassen den heutigen Alltag völlig anders aussehen, als zu Zeiten unserer Eltern und Großeltern. Bei Gegenständen wurden Funktionen überdacht, Formen dem Zeitgeschmack angepasst oder die Technik weiterentwickelt. Die rapide Veränderung der Arbeitswelt hat Hunderte von ausgestorbenen Berufen hinterlassen. Früher selbstverständliche Accessoires wie der Pelzkragen sind seit Jahren im Sinne des Artenschutzes verpönt. Auch unsere Sprache hat sich verändert: Worte, die noch vor 50 Jahren völlig selbstverständlich waren, sind heutigen Jugendlichen unbekannt.
Die Ausstellung spürt Gegenständen, Berufen, Redewendungen und Verhaltensweisen nach, die früher unseren Alltag bestimmten und als unverzichtbar galten. Manche Dinge wecken nostalgische Erinnerungen, andere muten wie Kuriositäten aus längst vergessenen Zeiten an.
Strahlende Zeiten! Die Geschichte des Atomzeitalters von Röntgen bis Reagan
In der öffentlichen Wahrnehmung stehen die Entdeckungen und Anwendungen der Atomforschung zwischen Verharmlosung und Verteufelung. Dies versucht die Ausstellung aufzubrechen, indem sie Fluch und Segen der Atomforschung aufzeigt, Legenden entlarvt, mit Unbekanntem überrascht und liebgewordene Gewissheiten in Frage stellt. Der Zeitbogen reicht von der Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 bis zur Neutronenbombe Anfang der 1980er Jahre. Anknüpfungspunkt für das Bomann-Museum ist die Verlagerung der Uranisotopentrennung in das Seidenwerk Spinnhütte in Celle im November 1944, als die deutsche Atombombenforschung aufgrund der Bombardements der Alliierten dezentral auf ländliche Regionen verlegt wurde.
Kaum eine Entdeckung fand so schnell weltweite Verbreitung und Anwendungen wie die Röntgenstrahlen. Doch schon bald zeigte sich, dass ein allzu sorgloser Umgang mit den neuen Wunderstrahlen auch Gefahren mit sich zog. Gleiches gilt für das Radium, das in den 1920er und 1930er Jahren für Heilkraft und Vitalität stand und sogar in die Kosmetik Einzug hielt.
Die Janusköpfigkeit der Forschung wird wohl nirgendwo deutlicher als bei der Kernforschung im Zweiten Weltkrieg, die von Anfang an mit militärischen Anwendungen lockte und am Ende in die atomaren Katastrophen von Hiroshima und Nagasaki führte.
Die 1950er und 1960er Jahre waren von einer Euphorie über die zukünftigen Möglichkeiten der zivilen Nutzung der Kernenergie geprägt. Gleichzeitig wuchs die Angst vor immer mächtigeren Bomben und den Folgen des ungezügelten nuklearen Wettrüstens. In Kontrast dazu stand die Trivialisierung der Atombombe in der Spielwarenindustrie oder im Zivilschutz.
Tourismusregion
Schloßplatz 7
29221 Celle
Tel. (0 51 41) 12 45 55
bomann-museum@celle.de
www.bomann-museum.de
Di - So 11 - 17 Uhr
- Führungen für Gruppen
- Angebote für Kindergärten
- Angebote für Grundschulen
- Angebote für weiterführende Schulen
- Angebote für Menschen mit Behinderung
- Material für Lehrkräfte
- Kinderfreundliches Museum
- Kindergeburtstage
- Raumvermietung
- Barrierefreier Zugang ins Gebäude
- Barrierefreie Ausstellungen
- Aufzüge vorhanden
- Barrierefreies / behindertengerechtes WC im Museum
- Angebote für Sehbehinderung
- Sitzgelegenheiten
- Wickelraum
- Spezielle Angebote für Kinder






