Ostpreußisches Landesmuseum
Das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung widmet sich einer über Jahrhunderte eng mit Deutschland verbundenen Region. Als international bedeutendes Museum für Landschaft, Geschichte, Kunst und Kultur der früheren Provinz Ostpreußen sowie der Deutschbalten möchte es mit seiner interdisziplinären Sammlung das historische Kulturerbe dieser Regionen erforschen, bewahren und vermitteln. Mit seiner familienfreundlichen Dauerausstellung gilt das Museum als ein eindrucksvoller kultureller Höhepunkt in der Hansestadt Lüneburg.
Zudem zeigt das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung neben der großen Dauerausstellung jährlich mehrere Sonderausstellungen von bedeutenden Arbeiten der Bildenden Kunst bzw. spannenden kulturhistorischen Themen. Nicht zuletzt wird ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm geboten. Mit einer vergünstigen Kombi-Karte kommen Sie sowohl ins Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung als auch ins Brauereimuseum Lüneburg.
Museumsgütesiegel 2020-2026
Ausstellungen
Der kleine Herr Jakob. Die Bilderwelten des Hans Jürgen Press
In dieser Kabinettausstellung würdigt das Ostpreußische Landesmuseum den Karikaturisten, Illustrator und Kinderbuchautor Hans-Jürgen Press, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.
Hans-Jürgen Press wurde in Klein Konopken in Masuren geboren. Ab 1953 arbeitet er für das „Sternchen“, die Kinderbeilage des „Stern“. Dort veröffentlichte er zunächst Suchbilder, Spiel- und Basteltipps sowie kleine Experimente und naturkundliche Beiträge. Große Bekanntheit erlangten „Die Abenteuer der ‚schwarzen hand‘“ – Fortsetzungsgeschichten mit Text-Bild-Rätseln – und der „Kleine Herr Jakob“, eine Comicfigur mit Schnauzbart und Melone, die zunächst wortlos, später mit gereimtem Text alltägliche Abenteuer erlebte. Press gilt als einer der Wegbereiter der Wimmelbilder. Seine zahlreichen Werke wurden in über 60 Sprachen übersetzt.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Sohn des Künstlers, Julian Press. Noch nie gezeigte Originalzeichnungen zeigen den Entstehungsprozess der beliebten Figuren und Reihen. Sie werden durch eine Vielzahl von gedruckten Werken ergänzt.
The Seen and the Unseen. Holger Trülzsch & Vera Lehndorff (Veruschka)
In Kooperation mit Holger Trülzsch, Fotograf und künstlerischer Weggefährte von Vera von Lehndorff, präsentiert das Ostpreußisches Landesmuseum eine Sonderausstellung ausgewählter, als fotografische Performances konzipierte Bodypainting-Fotografien.
Vera von Lehndorff wurde 1939 in Königsberg geboren und wuchs auf Schloss Steinort auf. Ihr Vater war als Gutsherr in das Attentat vom 20. Juli 1944 involviert und wurde im Herbst desselben Jahres von den Nationalsozialisten hingerichtet. In den 1960er-Jahren wurde sie als Fotomodell entdeckt und erlangte unter dem Namen „Veruschka“ internationale Berühmtheit. Mit ihrer Rolle im Film „Blow-Up“ von Michelangelo Antonioni etablierte sie sich auch als Schauspielerin. Sie gilt als eine der Ikonen der 1960er- und 1970er-Jahre und als erstes deutsches Supermodel.
Zusammen mit Holger Trülzsch schuf sie in den 1970er und 1980er Jahren unterschiedliche Foto-Projekte, in deren Mittelpunkt die Inszenierung und künstlerische Verfremdung ihres Körpers mittels Bodypainting stand. Sie sind damit frühe Pioniere der Kunst der Körperbemalung. Ihre Werke wurden bereits in den renommiertesten Museen in den USA und Europa gezeigt, unter anderem in New York, Paris und Mailand.
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