Ostfriesisches Landesmuseum Emden Europäisches Regionalmuseum
Im Rathaus am Delft präsentiert das Ostfriesische Landesmuseum Emden die Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt Emden, ihre Stellung als historische Hafenstadt und deren Wechselbeziehung zu den Niederlanden. Auf fünf Etagen sind bedeutende archäologische Funde wie die Moorleiche „Mann von Bernuthsfeld“ ebenso zu sehen wie das Ratssilber der Stadt Emden oder Gemälde der Niederländischen Schule. Weitere Attraktionen sind die Neue Galerie mit Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sowie eine der umfangreichsten Münzsammlungen im Nordwesten. Eine Besonderheit ist die Emder Rüstkammer. Sie spiegelt die Bewaffnung der Handelsstadt durch die Ausrüstung von Bürgerwehren und Stadtsöldnern vor 400 Jahren eindrucksvoll wider. Wer die Aussichtsplattform des Rathausturmes besteigt, genießt den weiten Blick über Emden. Der KUNST-Laden und das Café Karree laden zum Stöbern und Verweilen ein.
Ausstellungen
ZICKZACK - Emder Backsteinexpressionismus vor 100 Jahren
In der Sonderausstellung "ZICKZACK" zeigen wir die gesellschaftliche Dimension einer besonderen Architekturform. Backsteinexpressionismus und gesellschaftlicher Kontext stehen in gegenseitigem Austausch.
Die Architekturform des Backsteinexpressionismus ist eine regionale Besonderheit der expressionistischen Architektur in Deutschland. Mit seinen Bauten reiht sich Emden dabei in eine Riege von Städten wie Hamburg, Hannover, Bremen oder dem Ruhrgebiet ein. Die bauliche Ausprägung des Backsteinexpressionismus in unserer Stadt ist ein lokales Angebot für eine hier „passende“ Architektur der Moderne.
Die expressionistischen Bauten können als ein wichtiges kulturhistorisches Erbe der ersten deutschen Demokratie in Emden angesehen werden.
Marsha Pels: Site Reclaimed Altes Land, Neu
Emden ist bis heute von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und dem Verlust seiner jüdischen Gemeinde geprägt. Die Ausstellung der US-amerikanischen Künstlerin Marsha Pels (geb. 1950, New York) greift diese Geschichte auf und fragt, wie vielfältige Erinnerungen im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden können.
Im Mittelpunkt steht das von Marsha Pels entwickelte„Reclaimed Site Bahnhofsbunker-Projekt“, das die Architektur eines Kriegsbunkers mit der zerstörten Emder Synagoge in einen eindrucksvollen Dialog setzt. So entsteht die Vision eines Ortes für Erinnerung, Forschung und Begegnung.
Die Künstlerin hat eine persönliche Verbindung zu Emden: Ihr Großvater wanderte 1899 von Emden nach New York aus. Seit Jahrzehnten beschäftigt sie sich künstlerisch mit ihrer Familiengeschichte, dem Holocaust und den Folgen des Nationalsozialismus.
Tourismusregion
Weitere Museen in Emden
Brückstr. 1
26725 Emden
Tel. (0 49 21) 87 20 58
landesmuseum@emden.de
www.landesmuseum-emden.de
Di - So 10 - 17 Uhr




