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Anfrage zu Kulturgütern und menschlichen Überresten aus dem Northern Cape (Südafrika) und der Republik Nauru

Wir benötigen Ihre Unterstützung!

Die Kontaktstelle wurde 2019 von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden eingerichtet und ist bei der Kulturstiftung der Länder angesiedelt. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für Herkunftsstaaten und -gesellschaften, um Informationen zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland zu erhalten, Beratung zu Rückführungen und Kooperationen zu bekommen sowie Vernetzungen aufzubauen.

Aktuell liegen der Kontaktstelle zwei Anfragen vor, zu denen eine bundesweite Abfrage durchgeführt wird:

1. Northern Cape (Südafrika) – Die Anfrage stammt vom Northern Cape Reburial Task Team, das von der South African Heritage Foundation gefördert wird und die Mehrheit der Herkunftsgesellschaften der Region repräsentiert. Ziel ist es, Informationen über Ancestral Remains, kulturelle Objekte, immaterielles Kulturgut (z. B. Fotografien, Ton- und Videoaufnahmen, Dokumente) sowie naturkundliches Sammlungsgut zu erhalten. Die verwendeten Suchbegriffe umfassen auch historische, teils diskriminierende Bezeichnungen, die entsprechend sensibel zu behandeln sind.
2. Republik Nauru – Diese Anfrage wurde vom Honorarkonsul der Republik Nauru gestellt und betrifft immaterielles Kulturerbe sowie menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten. Die Abfrage schließt auch das ehemalige deutsche Kolonialgebiet Deutsch-Mikronesien ein.

Ziel beider Anfragen ist es, einen Überblick über mögliche Bestände in deutschen Einrichtungen zu gewinnen. Auch ungefähre Angaben sind ausdrücklich willkommen, falls aufgrund laufender Inventarisierungen keine präzisen Daten vorliegen.

In der Anlage leiten wir Ihnen die Fragebögen sowie Informationen zu den Anfragen weiter. Die Fragebögen liegen in deutscher und englischer Sprache vor und sollen eine schnelle und strukturierte Beantwortung ermöglichen.

Rücksendungen bitte bis zum 19.06.2026 an: annekathrin.krieger@landesmuseum-hannover.de

Wir möchten Sie ausdrücklich ermutigen, sich an dieser wichtigen Abfrage zu beteiligen. Sie leistet einen zentralen Beitrag zur Aufarbeitung kolonialer Kontexte und zur Zusammenarbeit mit Herkunftsgesellschaften. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! 

Die Arbeit des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen e.V. wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und den Senator für Kultur Bremen.