Kunststätte Bossard
Ihren Lebenstraum von einer Stätte, an der die verschiedenen Künste zu einer Einheit verschmelzen, haben der Bildhauer Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta mit der Kunststätte Bossard verwirklicht. Die naturnahe Lage des idyllischen Heidegrundstücks zwischen Jesteburg und Lüllau unterstreicht den integrativen Charakter des Gesamtkunstwerks aus Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst.
Bis zum Tode Bossards im Jahr 1950 arbeitete das Künstlerpaar unermüdlich an diesem ungewöhnlichen Werk. Dabei wurden nicht nur die verschiedenen Stile der Zeit aufgegriffen, sondern auch unterschiedliche und moderne Materialien verwendet. Höhepunkt der Anlage ist der Kunsttempel, der einzige visionär-utopische Kathedralbau des Expressionismus, der tatsächlich errichtet wurde und bis heute existiert.
Museumsgütesiegel 2021-2027
Ausstellungen
100 Jahre Kunsttempel
Den Mittelpunkt des Gesamtkunstwerks Kunststätte Bossard in der Lüneburger Heide bildet der 1926 errichtete Kunsttempel. 100 Jahre nach Baubeginn wirft das expressive Bauwerk mit seiner reichen und komplexen Innenausstattung weiterhin Fragen auf.
Schon im Jahr 1907 zeigte sich der Künstler Johann Michael Bossard, der gerade als Lehrer an der Hamburger Kunstgewerbeschule seine Stelle antrat, beeinflusst von dem Gedanken, visionäre »Tempelkunst« als gesamtkünstlerisches Werk zu schaffen. In den folgenden Jahren verfestigte sich die utopische Vision zu einem konkreten »Musterbau«. Neben der Finanzierung galt es auch die Form zu klären: Kristalline Pyramide oder museale Ausstellungshalle? Ein einzelnes Gebäude, mehrere ineinander übergehende Teile, vielleicht sogar unterkellert und mit Krypta oder eine ganze Kolonie errichten? Auch ein geeigneter Bauplatz musste gefunden werden: Am Zuger See in der Schweiz, in Hamburg, in Berlin oder in der Lüneburger Heide?
Als Johann Michael Bossard vor 100 Jahren schließlich mit dem Bau des Kunsttempels auf seinem Heidegrundstück begann, suchte er über eine reiche und komplexe Ausstattung das spirituelle Erleben der »Heidewanderer« anzuregen. Von der ersten Idee über die Skizzierung des Baus und der damit zusammenhängenden sozial-utopischen Vorstellung in der »Werbeschrift« bis hin zur eigentlichen Umsetzung des Kunsttempels und seiner Wandlungsmöglichkeiten verfolgt diese Sonderausstellung Johann Michael Bossards Weg und Gedanken.
Sachgebiete
Tourismusregion
Bossardweg 95
21266 Jesteburg
Tel. (0 41 83) 51 12
info@bossard.de
www.bossard.de
März - Oktober: Di - So 11 - 18 Uhr
November - Februar: Di - So 11 - 16 Uhr
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