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Museum im Schloss Bad Pyrmont

Seit 1987 beherbergt das Museum im Schloss Bad Pyrmont in seinen barocken Mauern die stadt- und badgeschichtlichen Sammlungen. Zudem finden regelmäßig Sonderausstellungen zu Historischem und Modernem aus Gesellschaft, Kunst und Kultur statt. Das Museum im Schloss Bad Pyrmont versteht sich als „Kommunikationsort“, an dem gleichermaßen der Blick zurück auf die Geschichte und die Tradition des Badeortes geworfen und Fragen der Gegenwart diskutiert werden. Erst kürzlich wurde die vollständig neugestaltete Dauerausstellung wiedereröffnet und lädt zur Neuentdeckung ein. Ein modernes Farbkonzept, eine originelle Präsentation und Inszenierung der Exponate und der Einsatz kreativer Medientechnik machen die Geschichte Bad Pyrmonts und seiner Heilquellen zukünftig auf spannende und unterhaltsame Weise neu erleb- und erfahrbar.

Folgen Sie dem Sprudeln heiliger Quellen zum geheimnisvollen Brunnenfund und lassen Sie sich von berühmten Kurgästen in das gesellschaftliche Leben des 18. und 19. Jahrhunderts entführen.

Museumsgütesiegel 2021 - 2027

Info

Ausstellungen

27.11.2025 - 28.06.2026

"Ein Weltbad wie Pyrmont" Kurstadt und Nationalsozialismus

Das Museum im Schloss beleuchtet erstmals die bis dato nur kaum erforschte Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt.

Die Sonderausstellung thematisiert die historischen Ereignisse und Prozesse Bad Pyrmonts während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, Krieg und Zwangsarbeit.

Der Blick auf die Mikroebene ermöglicht dabei, die lokalen Besonderheiten zu betrachten und auch Handlungsspielräume der Bevölkerung zu identifizieren. Bei der Ausstellung handelt es sich aber nicht nur um eine von vielen weiteren NS-Lokalgeschichten – sie blickt auch auf das Merkmal Bad Pyrmonts als Kurstadt. Eine vom nationalsozialistischen Bad Pyrmonter Bürgermeister Zuchold 1935 veröffentlichte Broschüre brachte es auf den Punkt: „ein Weltbad wie Pyrmont“ hieß es darin, sei samt seiner Bürgerschaft „auf Gedeih und Verderb“ mit dem „Fremdenverkehr“ verbunden. In der Ausstellung wird es also auch darum gehen, wie der Nationalsozialismus während seines Aufstiegs, seiner Herrschaftszeit und noch nach seiner Niederlage das Alltagsleben und die Entwicklung des Kurorts, seiner Einwohnerschaft und seiner Gäste samt dem Badebetrieb beeinflusste. Dazu gehört auch Bad Pyrmonts Rolle als Lazarettstadt.

Die Ausstellung beruht auf den Ergebnissen eines Forschungsprojekts des Historischen Seminars der Leibniz-Universität Hannover in Kooperation mit dem Museum, das 2024/25 vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wurde. Dabei erhebt die Ausstellung keineswegs einen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bietet einen Einblick in bisherige Forschungsergebnisse, die stetig erweitert werden sollen.

Mehr Informationen zu dieser Ausstellung

Tourismusregion

Weserbergland

Schlosstraße 13
31812 Bad Pyrmont
Tel. (0 52 81) 60 67 71
museum-pyrmont@t-online.de
www.museum-pyrmont.de

Di - So 10 - 17 Uhr

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