Mönchehaus Museum Goslar
Die Präsentation moderner und zeitgenössischer Kunst im Fachwerkbau des spätgotischen Ackerbürgerhauses und angrenzenden Gebäuden macht das besondere Ambiente des Mönchehaus Museums aus. In seinen historischen Räumen erleben Sie Werke von Kaiserringträger*innen und anderen namhaften Künstler*innen anders als in einem modernen Museumsbau. Mit dem Kaiserring zeichnet die Stadt Goslar seit 1975 eine(n) international renommierte(n) Gegenwartskünstler*in aus. Die beeindruckende Liste der Preisträger*innen liest sich wie das „Who is who“ der zeitgenössischen Kunst. Sie reicht von Henry Moore über Joseph Beuys bis zu Gerhard Richter, Barbara Kruger oder Olafur Eliasson. Zahlreiche ihrer Arbeiten sind in die Sammlung des Museums eingegangen. Im Oktober erhalten Yuri Albert und Vadim Zakharov gemeinsam den Kaiserring 2023.
Ein reiches Veranstaltungsprogramm mit Führungen, Künstlergesprächen, Vorträgen, Workshops und Konzerten soll das Verständnis für die Kunst der Gegenwart erweitern.
Ausstellungen
„I ♥ t.s." - Mona Filleul
Das Mönchehaus Museum Goslar freut sich, das diesjährige Kaiserringstipendium an die französische Künstlerin Mona Filleul (*1993) zu verleihen.
Mona Filleul entwickelt ein vielschichtiges Werk, das sich durch experimentelle Offenheit und eine ausgeprägte sinnlich erfahrbare Materialität auszeichnet. Im Zentrum ihrer Praxis stehen Reliefs und installative Displayarchitekturen, in denen industrielle Materialien wie Dämmplatten, Schaumstoff oder Beton auf Bienenwachs, Maulbeerfaser, Kunsthaar, Modeschmuck, Audioelemente und blinkende LED-Lichter treffen. So verbinden sich Skulptur, Malerei, Installation und digitale Ästhetiken zu hybriden Bild- und Erfahrungsräumen.
Gabriele Stötzer – VERbunden – Kaiserring der Stadt Goslar 2026
Die Einzelausstellung VERbunden der Künstlerin Gabriele Stötzer anlässlich der Verleihung des Kaiserrings der Stadt Goslar gibt einen umfassenden Einblick in ihre künstlerische Praxis von den 1970er-Jahren bis heute. Die 1953 in Emleben geborene Künstlerin, Autorin und Filmemacherin zählt zu den prägenden Stimmen der unabhängigen Kunst und Frauenbewegung in der DDR. Nach ihrer politischen Inhaftierung 1977 entwickelte sie in Erfurt ein interdisziplinäres und kollaboratives Werk, das Fotografie, Performance, Film, Textil und Literatur miteinander verbindet.
Die Ausstellung zeigt Stötzers vielschichtiges Schaffen über fünf Jahrzehnte hinweg und macht sichtbar, wie eng ihre künstlerische Arbeit mit Fragen von Selbstbestimmung, Körper, Gemeinschaft und politischem Widerstand verknüpft ist. Zwischen persönlicher Erfahrung und kollektiver Praxis entwirft sie Bildwelten, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben und sich zugleich in einen internationalen kunst- und fotohistorischen Diskurs einschreiben. Für die Ausstellung entwickelt Gabriele Stötzer neue Werke und eine Performance. Zudem entsteht eine Edition für Goslar.
Stötzers Werk wurde in den vergangenen Jahren mehrfach gewürdigt: 2026 erhielt Gabriele Stötzer das Johanna und Eduard Arnhold-Stipendium der Deutschen Akademie Rom – Villa Massimo, 2024 den Pauli-Preis der Kunsthalle Bremen und 2013 das Bundesverdienstkreuz für ihr politisches und künstlerisches Engagement in der DDR. Aktuell ist im Gropius Bau in Berlin ihre bislang größte Werkschau Dabei sein und nicht schweigen zu sehen; 2027 wird die Ausstellung im Museum Abteiberg in Mönchengladbach gezeigt.
Sachgebiete
Tourismusregion
Mönchestraße 1
38640 Goslar
Tel. (0 53 21) 29 570
info@moenchehaus.de
www.moenchehaus.de
Di - So 11 - 17 Uhr
Das Museum bleibt vom 30.1. - 17.2.24 geschlossen.
- Führungen für Gruppen
- Angebote für weiterführende Schulen
- Material für Lehrkräfte
- Kindergeburtstage
- Multimediaguide / Audioguide
- Raumvermietung
- Sitzgelegenheiten
- Nicht behindertengerecht
- Spezielle Angebote für Kinder
- Freier Eintritt bis 5 Jahre






