Die Agentur für Internationale Museumskooperation hat das Förderprogramm „Find constellations“ ausgeschrieben. Das Programm unterstützt Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten mit eigener Sammlung und Sitz in Deutschland bei der Umsetzung internationaler Ausstellungsprojekte mit Partnerinstitutionen weltweit.
Im Mittelpunkt steht die internationale Mobilität von Sammlungsobjekten aus Deutschland. Gefördert werden Transport- und Logistikausgaben, die es ermöglichen, Werke und Objekte aus deutschen Sammlungen in neue kuratorische Kontexte einzubringen, internationale Kooperationen zu stärken und Sammlungsbestände weltweit sichtbar zu machen.
Wer kann sich bewerben?
Antragsberechtigt sind:
- Museen aller Sparten mit eigener Sammlung in Deutschland
- Ausstellungshäuser mit eigener Sammlung in Deutschland
- Gedenkstätten mit eigener Sammlung in Deutschland
Voraussetzung ist die Zusammenarbeit mit mindestens einer internationalen Partnerinstitution. Anträge können ausschließlich von Institutionen mit Sitz in Deutschland gestellt werden.
Was wird gefördert?
Gefördert werden Transport- und Logistikausgaben für internationale Ausstellungsprojekte, darunter:
- Kunst- und Kulturguttransporte (Hin-, Weiter- und Rücktransporte)
- Verpackungskosten
- Zollkosten
- Versicherungskosten
- Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen zur Herstellung der Transportfähigkeit
Auch mehrjährige Kooperationen, Koproduktionen mit mehreren Partnerinstitutionen sowie Projekte mit mehreren Ausstellungsstationen können gefördert werden. Voraussetzung ist, dass mindestens eine Präsentation außerhalb Deutschlands stattfindet.
Nicht förderfähig sind unter anderem:
- Personalkosten
- Leih- und Übernahmegebühren
- Ausstellungskosten und Ausstellungsproduktion
- Reise- und Übernachtungskosten
- bereits anderweitig öffentlich geförderte Ausgaben
Förderumfang:
Zuschuss von bis zu 100.000 Euro
Eigenanteil von mindestens 10 Prozent der förderfähigen Ausgaben
Förderzeitraum: 1. Januar bis 30. September 2027
Gefördert werden ausschließlich Transport- und Logistikleistungen für konkrete Ausstellungsprojekte. Die beantragten Maßnahmen dürfen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht beauftragt oder begonnen worden sein.
Auswahlkriterien:
Die Auswahl erfolgt durch eine unabhängige internationale Jury. Bewertet werden insbesondere:
- Relevanz und Sichtbarkeit der eingebrachten Sammlungsobjekte
- Qualität des kuratorischen Konzepts
- Potenzial für neue Perspektiven auf Sammlungen und kulturelle Zusammenhänge
- Qualität der internationalen Zusammenarbeit
- Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte der Projektplanung
- Realisierbarkeit des Transport- und Logistikkonzepts
- Bewerbung
Die Antragstellung erfolgt über das Online-Antragsportal der Agentur für Internationale Museumskooperation. Neben dem Projektantrag sind unter anderem ein Nachweis der Rechtsform, Angebote für die beantragten Leistungen sowie eine Finanzübersicht für das gesamte Ausstellungsprojekt einzureichen.
Ausschreibungsstart: 22. Juni 2026
Antragsfrist: 30. September 2026, 18:00 Uhr (MESZ)
Bekanntgabe der Förderentscheidungen: November 2026
Förderzeitraum: 1. Januar bis 30. September 2027
Mit „Find constellations“ möchte die Agentur für Internationale Museumskooperation dazu beitragen, Sammlungsbestände deutscher Institutionen international sichtbar zu machen, neue kuratorische Perspektiven zu eröffnen und den weltweiten Austausch zwischen Museen nachhaltig zu stärken.
