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Museumsverband

Unter uns? Sinti in Ostfriesland

Kontaktadresse:

Michael Wagner
1. Sinti Verein Ostfriesland e.V.
Friesenstraße 78
26789 Leer
Tel. 0491 20324664

Bis in die Neuzeit hinein prägten Misstrauen, Vorurteile und Hass das Verhältnis der Mehrheitsgesellschaft zur Volksgruppe der Sinti und Roma. Im nationalsozialistischen Rassenwahn wurden sie  als „fremdrassig“ und „volksschädlich“, „arbeitsscheu“ und „asozial“ kriminalisiert. Ca. 500.000 Sinti und Roma fi elen dem Holocaust („Porajmos“) zum Opfer. Die Überlebenden kämpften nach 1945 lange Zeit vergebens um eine Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus und um Wiedergutmachung. Erst in den 1980er Jahren erkannte der deutsche Staat die Vernichtung der Sinti durch die Nationalsozialisten als rassistisch motivierten „Völkermord“ an. Auch heute noch kämpfen Sinti vielerorts gegen Ausgrenzung und für gesellschaftliche Anerkennung. In der Regional- und Lokalgeschichte, sei es in Darstellungen, Archiven oder Museen, kommt „ihre“ Geschichte bis heute kaum vor.

In der Sonderausstellung wird die Geschichte der Sinti in Ostfriesland und Leer von den Anfängen bis in die Gegenwart anhand von Archivalien, Dokumenten, Bildern sowie gegenständlichen Objekten präsentiert. In diesem Zuge erzählen und dokumentieren die in Leer lebenden Sinti „ihre“ Geschichte und tragen die Inhalte für die Ausstellung mit zusammen. Im Ausstellungskontext wurden Zeitzeugeninterviews durchgeführt, die erstmals multimedial zugänglich gemacht werden. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung angelegt und stellt ein Gemeinschaftsprojekt von Heimatmuseum, Stadt Leer und 1. Sinti Verein Ostfriesland dar. Sie wird im Fonds „Stadtgefährten“ der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

Exposé

Flyer

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