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Museumsgütesiegel

Erfahrungsberichte

Die Museen haben durch die Teilnahme am Museumsgütesiegel zahlreiche Vorteile, sie erhalten:

  • ein Instrument zur Analyse und Selbstkontrolle, mit dem sie die Entwicklung der musealen Einrichtung stützen und stärken können;
  • Weiterbildungen und vertrauensvolle Beratungsgespräche mit dem Museumsverband;
  • Handreichungen und Tipps für den Alltag.

Mit der Abgabe der Antragsunterlagen für das Gütesiegel hört das Verfahren für die Teilnehmer allerdings nicht auf - die Museen erhalten durch eine ausführliche Expertise in jedem Fall Rückmeldung über positive Aspekte sowie über Bereiche, in denen sie noch Verbesserungen erreichen können. Sie bleiben somit weiterhin auf dem eingeschlagenen Weg der Qualifizierung.  

Wie nachhaltig die genannten Vorteile sind, wie viel Eigenleistung dahinter steckt - denn die (Denk-) Arbeit bleibt Eigenleistung des Museums - und welche Erfahrungen die Museen während des Gütesiegelprozesses gemacht haben, dies haben einige Museen des letzten Jahrgangs kurz zusammengefasst.

Schlossmuseum Braunschweig:

„Das 2011 eröffnete Schlossmuseum Braunschweig ist ein personell und räumlich kleines und noch sehr junges Haus. Die Bewerbung um das Museumsgütesiegel hat uns geholfen, Stärken zu erkennen und Strukturen zu verbessern. Wir sind stolz darauf, jetzt ein „ausgezeichnetes“ Museum zu sein!“

Focke-Museum - Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte: 

"Für das Focke-Museum ist das Gütesiegel-Verfahren ein anstrengender Prozess gewesen. Es zeigt sich aber schon jetzt, wie wertvoll die umfangreiche Zusammenstellung unserer Konzepte in der Zusammenarbeit mit Dritten und in der eigenen Kommunikation ist. Wir haben eine tragfähige Basis verschriftlicht, auf die wir uns immer wieder beziehen und mit der wir aktiv arbeiten."

Heimatmuseum Leer:

"Das Museumsgütesiegel wirkt in zwei Richtungen.
Nach außen: Es ist von unschätzbarem Wert bei der Kommunikation mit anderen Kultureinrichtungen, insbesondere mit Stiftungen, Geldgebern, Sponsoren und politischen Entscheidern. Es enthält ein und wirkt als gebündeltes, nachvollziehbares Statement zu den ethischen, musealen, didaktischen und betrieblichen Ansätzen und Arbeitsweisen des Museums. Es ist Ausweis, Zeichen und Bekenntnis zu den geltenden Museumsstandards und stellt so die Basis für alle darauf aufbauenden Gespräche und zu kommunizierenden Projekte und Zielsetzungen dar.
Nach innen: Der Museumsgütesiegelprozess erfordert und ermöglicht die intensive Selbstreflexion, die Evaluation der eigenen Arbeit sowie die kritische Betrachtung der verfolgten musealen Ansätze und Zielsetzungen - und wirkt so zukunftsstiftend nach innen. Denn nur die auswertende Einschätzung der eigenen Infrastruktur, die Bewertung der bestehenden Möglichkeiten, Chancen und Risiken erlaubt die Entwicklung von Strategien für die Zukunft und hilft bei der klaren Formulierung von Zielen und Bedarfen. Daneben erhöht das gemeinsam im Team erworbene Siegel die Bindung der im Museum wirkenden Menschen untereinander und an das Institut. Es stärkt die Motivation und ist ein starker Anker im wimmelnden Museumsalltag."

Deutsches Pferdemuseum, Verden:

„Mit Hilfe des Bewerbungsprozesses haben wir die museale Arbeit in ihrer Gesamtheit kritisch analysiert, unsere Sicht auf das Museum geschärft, Stärken erkannt und Handlungsfelder festgelegt. Das Bewusstmachen und Strukturieren der anstehenden Herausforderungen der nächsten Jahre motiviert uns diese zuversichtlich und mit Elan anzugehen.“

Haus im Schluh - Heinrich Vogeler Sammlung, Worpswede:

"Die Arbeit an der Museumszertifizierung hat das ganze Team dabei unterstützt, sich klar darüber zu werden, wer wir sind, was wir leisten und was wir noch erreichen möchten: Wir blicken mit Freude in die Zukunft!"

 

 

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