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Museumsgütesiegel

Warum ein Gütesiegel für Museen?

MUSEUM ist kein geschützter Begriff. Anders als bei Archiven gibt es keine verbindlichen staatlichen Vorschriften wie ein Museum strukturiert und geführt werden soll. In den letzten Jahrzehnten wurden – nicht nur in Niedersachsen und Bremen – zahlreiche neue Museen gegründet. Vor dem Hintergrund einer oft unüberschaubaren Vielfalt von Museumsformen wurden Standards und Qualitätskriterien immer wichtiger.

Die Museumsorganisationen nahmen diese Herausforderung auf.

2002 wurde in Österreich ein Museumsgütesiegel eingeführt.

Die Frage nach Qualitätskriterien und Standards in der Museumsarbeit wurde auf der Jahrestagung des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen 2003 in Emden und auf der Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes 2004 in Osnabrück diskutiert.

Als erstes Zertifizierungsverfahren in Deutschland startete 2005 die Museumsregistrierung in Rheinland-Pfalz.

2006 legen DMB und ICOM-Deutschland die Standards für Museen vor:

  • Dauerhafte institutionelle und finanzielle Basis
  • Leitbild und Museumskonzept
  • Museumsmanagement
  • Qualifiziertes Personal
  • Sammeln
  • Bewahren
  • Forschen und Dokumentieren
  • Ausstellen und Vermitteln

Weitere Leitfäden zu zentralen Bereichen der Museumsarbeit folgen zu Themen wie Personal, Vermittlung, Dokumentieren, Museumskonzept, Sammeln, Präventive Konservierung und Inklusion.
Die Leitfäden sind als Download auf der Homepage des DMB verfügbar.

Auf der Grundlage der Standards für Museen startete im Juli 2006 das Pilotprojekt Museumsregistrierung Niedersachsen und Bremen. Am 1. August 2007 konnte erstmals die Auszeichnung „Registriertes Museum“ an 21 Häuser vergeben werden, 7 Museen wurden vorläufig registriert. 2013 wurde das Bewerbungsverfahren grundlegend überarbeitet und startete mit dem Jahrgang 2014 als „Museumsgütesiegel Niedersachsen und Bremen“.

Was zeichnet ein Museum mit Gütesiegel aus?

 

 

 

 

Dieser Internetauftritt wird ermöglicht durch das Engagement der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur